Miss Yarvis in der Medienwelt


„Battlestar Galactica“: Kara, Lee und das Versprechen
Januar 21, 2012, 11:18
Einsortiert unter: Fernsehen, Medien, Serien | Tags:

Auch der eingefleischte Serienfan verpasst manchmal das eine oder andere Highlight. In meinem Fall was das „Battlestar Galactica“ (2003 bis 2009), die Neuauflage der Siebziger-Jahre-Serie. Gerade heuer, zum Weltuntergangs-Jahr, passt ein bisschen Apokalypse ja hervorragend.

Natürlich war ich bald „gehooked“, denn der Spannungsaufbau ist geschickt, die Figuren sind ambivalent (so wie ich das mag) und die Serie bietet – kaum getarnt – einen sehr erhellenden Einblick in die amerikanische Psyche nach 9/11: Ein Feind, den man nicht versteht, Paranoia, Schläfer in den eigenen Reihen und dann natürlich die ganze innenpolitische Schiene samt Machtkampf zwischen Regierung und Militär.

Wer die Serie noch nicht gesehen hat und noch sehen will, der sollte hier nicht mehr weiterlesen.

Ab hier gibt es SPOILER.

So spannend Weltraumkriege und USA-Metaphern auch sind – natürlich fiebere, fühle ich mit den Figuren mit (parasoziale Beziehungen nennt man das und darin bin ich Spitze!). Insbesondere lebe ich mit der rebellischen Pilotin Kara „Starbuck“ Thrace mit. Der Herzschmerz-Teil der Serie lebt von der Spannung zwischen „Starbuck“ und ihrem Konterpart, dem willensstarken, aber diplomatischeren Piloten und Sohn des Flottenchefs, Lee „Apollo“ Adama (In der Originalserie waren beide Männer). Die Frage der Fragen: Kommen die beiden jemals zusammen? Ich bin zwar in der Mitte der zweiten Staffel, aber ich hab es nicht mehr länger ausgehalten und online nachgelesen und die Antwort lautet eigentlich Nein. Natürlich gibt es da Momente und auch eine gemeinsame Nacht, aber so richtig ein Paar sind die beiden nie. Einen plausiblen Hinderungsgrund dafür gibt es – so weit die Blogger und Kritiker – nicht.

Damit habe ich ein Problem. Nicht unbedingt emotional, ich verschmerze die enttäuschte Hoffnung schon mithilfe von ein bisschen Schokolade, sondern im Hinblick auf die Produktion insgesamt. Ich habe mir nämlich (auch das ist ein Hobby von mir) ein paar Schlüsselszenen aus der Miniserie (Staffel Null quasi), der ersten und eben der ersten Hälfte der zweiten Staffel angesehen und muss die Drehbuchautoren und Produzenten rügen: Sie spielen mit der Erwartungshaltung der Zuseher und enttäuschen ihn schlußendlich. Bereits beim ersten Treffen machen die Produzenten ein Versprechen: Die Art der Inszenierung, was gesagt und was nicht gesagt wird, sagen ganz deutlich: Liebesgeschichte. Wenn es kein Happy End gibt (bei einer Serie über die Apokalypse verständlich), dann muss es einen guten Grund dafür geben, warum die Geschichte tragisch endet. Ob der Grund, den die Serie liefert, gut genug ist, das bezweifle ich nach der Lektüre einiger Zuschauerreaktionen. Naja, ich werde sehen, ob es für mich reicht. Aber wenn das zutrifft, dann schwächt das Serie insgesamt.

Das passt allerdings zum generellen Eindruck, den ich von „Battlestar Galactica“ habe: In ihren guten Momenten ist sie hervorragend und verdient all das Lob der Kritiker und Fans. In ihren schlechten Momenten ist sie richtig schlecht – und handwerklich schlampig. Ein lieber Kollege, der leider so gar kein Gespür für Spoiler hat, hat mich vorgewarnt: Die Serie ende auf einem „Low“, meinte er (da habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und zumindest den Starbuck/Apollo-Handlungsstrang nachgelesen).

Zum Trost: „Battlestar Galactica“ ist nicht am Ende. Derzeit ist eine Prequel-Serie „Battlestar Galactica: Blood and Chrome“ in Arbeit (Link: http://www.imdb.com/title/tt1704292/). Der Plot: Der erste Zylonen-Krieg aus der Sicht von William Adama, dem Vater von Apollo. Vielleicht erleben Starbuck und Apollo auch eine Wiederauferstehung oder Fortsetzung, vielleicht auch als Film. Die Hoffnung auf ein Happy End stirbt zuletzt. Bis dahin bastle ich mir mein eigenes in meiner Phantasie :)



„Bored to Death“: Kiffen, trinken, spionieren … mit Ablaufdatum
Januar 8, 2012, 14:28
Einsortiert unter: Medien, Serien, TV | Tags:

Es ist Jänner, draußen zwar nicht allzukalt aber – jahreszeittypisch – grau in grau. Das ist natürlich optimales Fernsehwetter und an dieser Stelle muss ich eine dringende Empfehlung für eine ganz grandiose Sitcom abgeben: „Bored to Death“ auf HBO. Der Plot: Der Jungautor Jonathan Ames (Jason Schwartzman) scheitert an seinem zweiten Roman und wird von seiner Freundin verlassen, weil er zu viel kifft und trinkt. Nach der Lektüre einiger düsterer Hard-boiled-Kriminalromane (vor allem vom finsteren Raymond Chandler) kommt er auf die glorreiche Idee, sich als Privatdetektiv zu versuchen. Die Begegnungen und Gegebenheiten mit Kunden und Ausspionierten sind herrlich skurril und entwicken sich selten so, wie sich Jonathan das vorstellt.

Das Highlight der Sitcom sind aber weniger die Fälle als die beiden besten Freunde des strauchelnden Jungautors: Der rundliche, romantische und abgebrannte Comiczeichner Ray („Hangover“-Star Zach Galifianakis), der einen Penis-Superhelden erfindet und der Magazin-Chefredakteur George Christopher (Ted Danson), ein eleganter, reicher Schwerenöter und passionierter Kiffer. Die Geschichten spielen meist in den New Yorker Bobo-Hip-Vierteln in Brooklyn, was natürlich zu allerlei Seitenhieben auf die Organic-Food- ung Yoga-Gesellschaft einlädt.

Und nun die traurige Nachricht: Am 20. Dezember 2011 hat HBO bekannt gegeben, dass „Bored to Death“ eingestellt wird. Nach drei Staffeln ist SChluss (wenn die Fans, die einige Online-Petitionen gestartet haben, die Produzenten nicht doch noch umstimmen).

Hier der Trailer zur ersten Staffel „Bored to Death“:

Bored to Death Trailer



Jane Austen’s Emma (BBC, 2009)
Dezember 13, 2011, 18:24
Einsortiert unter: Fernsehen, krank, Medien, Serien, TV, Uncategorized | Tags: ,

Was tut frau, wenn sie im Krankenstand (Danke, „Empfang mit Punschtrinken“) ist? Sie sieht sich die BBC-Neuverfilmung von Jane Austens Klassiker „Emma“ aus dem Jahr 2009 an. Vier einstündige Teile – dazwischen kann man sich schön mit Tee auffüllen, planmäßig die Pillen einwerfen oder ein erholsames Nickerchen machen.

Ich liebe ja „Emma“, neben „Stolz und Vorurteil“ sicher meine liebste Austen-Geschichte (wobei ich nur diese beiden auch gelesen, nicht nur gesehen habe). Eine Neuverfilmung war – 15 Jahre nach der letzten breit rezipierten „Emma“ – schon überfällig: Gwyneth Paltrow spielte Miss Woodhouse für Hollywood 1996. Charmant fiel diese Interpretation aus, aber sie war doch auch ein wenig „amerikanisch“. Jeremy Northam gab außerdem einen eher kumpelhaft-humorigen denn ernsten Mr Knightley ab. Das trifft nicht jedermanns Geschmack. Toni Collette als Harriet Smith war indes eine durchaus interessante Besetzung.

Aber zur „neuen“ Emma: Mit vier Mal knapp 60 Minuten hat die BBC natürlich mehr Zeit, sich den Details zu widmen und noch mehr: Zu Beginn wird auch kurz die Kindheit von Emma, Jane Fairfax und Frank Churchill geschildert. Die Schicksale der drei sind – wie die Hauptfigur einmal bemerkt – schon hier miteinander verknüpft: Alle drei verlieren die Mutter oder gar beide Elternteile (Jane), zwei (Jane und Frank) müssen deswegen von zu Hause fort. Erst als Erwachsene treffen sie sich dann wieder …

Romola Garai, die mir schon in „Abbitte“/“Atonement“ auffiel, ist eine bezaubernd lebhafte Emma. Ich hab in einigen Kommentaren gelesen, dass Zuschauser sie nicht mögen, aber ich fand sie absolut umwerfend. Denn sie gibt Emmas scheinbar sorglosem Leben über ihr Spiel Facetten. Überhaupt zeigt die Verfilmung gut, wie unfrei Emma, wie gefesselt sie an ihr Elternhaus ist (bis zu einem gewissen Grad freiwillig). Großartig fand ich auch die berühmte Picknick-Szene: Eine gute Folge lang wird diese aufgebaut, ist der große Ausflug auf den Box Hill immer wieder Thema und als dieser dann – dank der Hitze – zur Enttäuschung zu werden droht, da fühlt versteht man Emmas zunehmede Aufgedrehtheit, die dann in einen beleidigenden Schwerz kulminiert, weit besser als in anderen Verfilmungen.

Jonny Lee Miller (ja, der „Sick Boy“ aus „Trainspotting“ und Angelina Jolies Ex-Mann) punktet als wunderbar sanfter Mr Knightley. Er ist sich in dieser Version nicht von Anfang an bewusst, dass er in Emma verliebt ist, sondern entdeckt es erst – und der Zuschauer mit ihm, denn es ist ihm an der Miene abzulesen (und für ganz dumme Zuschauer hat die BBC dann auch eine Überblendung eingebaut, wenn es denn sein muss).

Die Nebenfiguren stehlen den beiden jedenfalls nicht die Schau. Laury Pyper gibt eine recht unscheinbare Jane Fairfax ab, Rupert Evans ist ein Frank Churchill, der von jugendlichem Übermut (und Dummheit) nur so übergeht. Mal ehrlich. Gibt es wirklich Fans von Jane Fairfax und Mr. Churchill? Naja, erwähnenswert ist jedenfalls auch Michael „Mr Dumbledore“ Gambon als Mr Woodhouse. Ohne Bart ist er zum Glück nicht ganz so „Harry Potter“.

Positiv hervorheben möchte ich neben der Zeit, die sich die Verfilmung mit den Figuren lässt (so kann man herrlich die Mimik studieren), auch einge gewisse Lockerheit. Die Figuren sind weniger steif im Umgang miteinander, wie man es der damaligen Zeit vielleicht andichten will. Mit Ausnahme der öffentlichen Küsse, damals wohl wirklich ein Tabu.

Der Schluss ist vielleicht ein kleines bisschen „over the top“ für ein britische Kostümdrama, aber hach! Freue mich schon auf eine Neuverfilmung von … was gerade in Planung ist ;) )



Downton Abbey: Mary, Matthew und das Christmas Special
November 27, 2011, 11:38
Einsortiert unter: downton abbey, Fernsehen, Medien, Serien, TV | Tags:

Großbritannien ist – so weit man das vom Festland aus anhand hymnischer Zeitungsartikel, Themen-Blogs und emotionalen Kommentaren beurteilen kann – im „Downton Abbey“-Fieber (mehr dazu inm Blogeintrag „‘Downton Abbey’: Nur für Mädchen“). Im Zentrum der Historien-Serie steht ein Nicht-Paar, das natürlich füreinander bestimmt ist: Lady Mary Crawley (Michelle Dockery), älteste Tochter des Herzogs, und Matthew Crawley (Dan Stevens), designierter Erbe von Downton Abbey. (Ja, Frauenrechte kommen in GB erst später und Ja, die beiden sind verwandt – aber nur entfernt).

In der ersten Staffel haben sich die beiden in Jane-Austen-artiger Manier (wie das die „F.A.Z“ das so schön beschreibt) umkreist. Natürlich ohne einander zu kriegen. In Staffel zwei ging es vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs mehr Seifenopern-artiger zu – samt Verlobungen mit den Falschen, tödlichen Krankheiten und einer wundersamen Genesung von einer Querschnittslähmung. Und am Ende von Staffel zwei bekamen sich Mary und Matthew wieder nicht.

Nun liegt die Hoffnung auf das zweistündige Christman-Special, das am 26. Dezember ausgestrahlt werden soll. Es spielt 1919 und wir dürfen der Familie erstmals beim Weihnachtsfest beiwohnen. Nun lautet die große Frage: Werden Mary und Matthew unterm Mistelzweig stehen? Naja, so platt wird der Plot von Serienautor Julian Fellowes wohl doch nicht sein (obwohl das seit Staffel zwei doch möglich sceint). Außerdem steht eine dritte Staffel an, und da will man das Pulver wohl auch nicht vorher verschießen.

Matthew-Darsteller Dan Stevens hat nun ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Dreharbeiten sind ihm zufolge bereits abgeschlossen und Downton Abbey habe einen gigantischen Weihnachtsbaum, sagte Stevens der Press Association. Er werde nicht als Weihachtsmann auftreten (Schade ;) ) und ja, Mary und Matthew werden sich wieder näher kommen. Mehr dazu durfte der Schauspieler natürlich nicht verraten, nur so viel: „He might be moving on a little bit. But there’s a lot of things up in the air that need to be resolved.“

Ich kann es kaum mehr erwarten. Und hey, nur mehr ein Monat bis zum Christmals Special ;)

Hier der Link zur PA-Geschichte: http://www.google.com/hostednews/ukpress/article/ALeqM5iOQf3hBUobkvfuc3deNCdSZWuDbw?docId=N0780851321884435331A



Serie made in Austria
November 22, 2011, 15:37
Einsortiert unter: Uncategorized

Weil ich mich in meinem letzten Post daüber beschwert habe, dass es keine guten deutschsprachigen Serien gibt, muss ich auf ein österreichisches Format, das heute startet, hinweisen: „Fauner Consulting“ ist eine Internet-Serie mit Manuel Rubey, von der jede Woche eine neue 15-minütige Episode online gestellt wird. Sie startet am 22. November um 20.15 Uhr. Ingesamt wird es zehn Folgen geben.

Rubey, zuletzt in „Die Borgias“ im TV zu sehen, spielt die Hauptrolle, einen dubiosen Lebensberater namens François Fauner. In den Nebenrollen zu sehen: Matthias Franz Stein, Ensemblemitglied des Wiener Theaters in der Josefstadt und Simon Schwarz (der „Inkasso-Heinzi“ aus dem österreichischen „Tatort“). Die Besetzung kann sich also durchaus sehen lassen.

Kein Sender wollte die Serie (deutschsprachige TV-Sender sind Banausen, was Serien angeht, vor allem die öffentlich-rechtlichen), darum wurde sie praktisch ohne Budget produziert und läuft im Internet. Sie soll so was wie eine Bewerbung und Einladung von Regisseur/Produzent/Autor Georg Weissgram und Koproduzent Rubey an Fernsehanstalten sein.

Bin zum Hauptabend heute nicht da, aber vielleicht geht es sich ja morgen aus (15 Minuten werden wohl irgendwann unterzubringen sein ;) ). Bin jedenfalls gespannt.

Link: http://www.fauner-consulting.at



Wie ich im Internet Serien ansehe (und vor allem: Wo)
November 20, 2011, 18:45
Einsortiert unter: Fernsehen, Medien, Serien, TV, Uncategorized

Als Serienfreak in Mittelauropa hat man es ja nicht so leicht. Vor allem im deutschen Sprachraum. Denn serientechnisch hat sich hier seit Dominik Grafs „Im Angesicht des Verbrechens“ nichts Interessantes mehr getan. (Falls doch, werde ich gerne eines Besseren belehrt).

Und mit Serien aus Übersee oder auf Großbritannien ist das ja so eine Sache. Teilweise kann man sich aktuelle Folgen auf den Webseiten der Sender ansehen – wenn man in den USA ist oder zumindest technisch so tun kann (das ist mir zu mühsam, ehrlich).

Also was tun?

1) Kaufen

Ich kaufe die DVDs. Ehrlich, ich liebe manche Serien einfach und gebe das Geld gern aus. Wenn ich mit meinem Schatz essen gehe, zahle ich meist mehr als für eine DVD-Box mit durchschnittlich zwölf Folgen, die ich immer und immer wieder konsumieren kann (im Gegensatz zum Schnitzel ;) ).

Es gibt sogar schon die Möglichkeit, sich einzelne Folgen via Amazon, den Sender-Homepages (HBO Go) und iTunes (da bin ich mir nicht ganz sicher) zu kaufen – in den USA. Jawohl, da wären wir wieder bei diesem leidigen Problem der nationalen Grenzen.

Blöd für den Fan aus dem deutschen Sprachraum ist dann auch, wenn die DVD erst ein halbes Jahr nach der Ausstrahlung der aktuellen Staffel erscheint. Das ist zum Beispiel bei „True Blood“ der Fall. Wieso das so ist? Wegen der Rechte? Weil man das Format an TV-Stationen verkaufen will? Weil man Abonennten ködern will? Ich weiß es nicht und es ist mir auch egal.

Kommen wir also zu

2) Herunterladen

Mache ich via Torrent (benutze Vuze – mit sehr guten Erfahrungen bisher). Mit sehr guten Erfahrungen. Ich liebe es einfach, eine Serie zu „haben“ – und momentan habe ich auch keinerlei Problem mit dem Speicherplatz. Außerdem kann man sich Untertitel runterladen (bei britischen Serien machnal recht praktisch).

Aber man braucht ein bisschen Geduld und die habe ich nicht immer (und manche Serien will ich auch nicht am Computer haben, etwa „Gossip Girl“, ist mir einfach zu peinlich).

3) Streamen

Legal derzeit in unseren Breiten nicht möglich, blöd aber auch, da muss man sich dann auf nicht ganz so legale Wege Folgen besorgen.

Ich persönlich benutze häufig:

  • cucirca: Da gibt es meist nur zwei Auswahlmöglichkeiten für einen Stream, die funktionieren aber. Nur hat man da blöderweise oft dieses Zeitbegrenzungs-Problem – aber das zieht sich quer über alle Dienste.
  • tvshack/tvsearch (man sucht tvshack und findet tvsearch, die Seite ist schon mehrfach vom FBI beschlagnahmt worden): Sehr unfangreich, hatte aber auch schon mehr Links. Die Qualität ist meist ganz gut.
  • watchseries: Neu entdeckt, bisher sehr zufrieden. Viele, viele Links. Die Qualität ist teils dürftig, aber dafür hat man bei „Videoweed“ und ähnlichen Streams keine Zeitbegrenzung.
  • tvduck: Positiv ist, dass man die „Schnelligkeit“ eines Streams sieht, negativ ist, dass sie sehr oft zu wünschen übrig lässt. Benutze ich nur bei extrem populären Sachen („How I Met Your Mother“), bei denen ich weiß, es gibt viele Links.
  • sidereel: Es gilt dasswelbe wie bei tvduck.

Meist setzte ich aber Trick o8/15 ein: Ich google „watch [beliebigen Seriennamen einsetzten] online“ (nein, die Klammern bedeuten nix, das ist wirklich so einfach.

 



Downton Abbey (ITV): Nur Mädchen!
November 12, 2011, 17:52
Einsortiert unter: Fernsehen, Medien, Serien | Tags:

Gerade einmal zwei Wochen habe ich gebraucht, um mir zwei Staffeln der neuen britischen Serie „Downton Abbey“ anzusehen. Zwar haben die Staffeln nur je sieben bzw. acht Folgen, aber trotzdem habe ich eine bedenklich hohe Anzahl an Abenden daheim vor dem Fernseher verbracht. Ein wenig asozial, aber naja, man muss Opfer bringen :)

Die Handlung von „Downton Abbey“, einer Produktion des britischen Privatsender-Netzwerks ITV, setzt an dem Tag ein, nachdem die „Titanic“ einen Eisberg gerammt hat, also am 3. April 1912. Mit dem unsinkbaren Schriff ist ist auch der Erbe des Earl of Grantham und des Familiensitzes, des prunkvollen titelgebenden Schlosses, untergegangen. Denn der Graf hat nur Töchter, die schöne, kühle und arrogante Mary Crawley, das „hässliche Entlein“ Edith Crawley und die moderne Sibyl Crawley, die jüngste im Bunde. Und die sind nicht erbberechtigt. Der nächste in der Erbfolge ist ein entfernter Cousin, der junge Anwalt Matthew Crawley. Er soll – so plant das jedenfalls die Familie – Mary Crawley heiraten, damit Familienbesitz Familienbesitz bleibt. Die beiden jungen Leute halten jedoch nicht viel von diesem Plan, auch wenn sie wie füreinander bestimmt scheinen. Ja, an dieser Stelle setzt eigentlich eine klassische „Pride and Prejudice“-Geschichte ein: Man mag einander, will es aber nicht zugeben. Und sobald man es zugibt, scheitert das Zusammenkommen an anderen Komplikationen …

Diesen Plot verbindet „Downton Abbey“ mit einen parallelen Handlungsstrang, der sich den Angestellten der Adelsfamilie widmet, deren Alltag, Machtspiele und natürlich auch deren romantische Verbandelungen. Dabei lernt man einiges, nämlich was ein „Valet“, einen Kammerdiener von einem Butler unterscheidet. Die Angestellten sind Vertraute und Aufpasser, Einflüsterer und Schutzbefohlene. Manchmal wechselt sich Adel und Dienerschaft mit der Rolle des Kindes ab. Und auch im Dienstboten-Trakt gibt es eine unglückliche Liebesgeschichte zwischen dem hinkenden Kammerdiener und dem fleißigen Dienstmädchen.

Man merkt: Es geht um Liebe und Adel in einer längst vergangenen Epoche. Schöne Kleider, schöne Häuser, ein bisschen Gesellschaftskritik und ganz viel Seifenoper – herrlich! Wer die weihnachtlichen BBC-Mehrteiler, die Verfilmungen von Jane Austens Klassikern, „Jane Eyre“ und ähnliches mag, wird auch „Downton Abbey“ lieben. Mein Freund hat es vorgezogen, das Zimmer zu verlassen.

Ein ganz besonders Juwel ist ja die Altgräfin, Countess Violet Crawley, die Großmutter der drei Mädchen. Gespielt wird sie von der wunderbren Maggie Smith als Mixtur aus altem Drachen und liebevoller Oma – und sie bekommt die besten Sätzevon  Serienerfinder und Drehbuchautor Julian Fellowes (selbst Adeliger). Etwa in einer Szene, in der die Familienmitglieder erleichtert reagieren, als sie erfahren, dass Mary und ihr Doch-nicht-Verlobter Matthew nicht schon im Zug aus London, sondern erst im Schloss zum ersten Mal seit Monaten aufeinander treffen werden. „What a relief“, sagt die alte Dame. „I hate Greek drama … You know when everything happens off stage.“

In Staffel zwei hat man den ersten Weltkrieg hinter sich gebracht, ein Paar hat es vor den Traualtar geschafft – und ich warte schon jetzt auf Staffel drei, die erst im Herbst 2012 augestrahlt wird. Kleiner Trost: Zu Weihnachten gibt es ein Special, vielleicht tut sich ja was unterm „Mistletoe“.



„Game of Thrones“ Staffel eins: Das Spiel mit den Schwertern
November 1, 2011, 10:56
Einsortiert unter: fantasy, Fernsehen, Serien, Uncategorized | Tags: , ,

Innerhalb von einer Woche habe ich die erste Staffel „Game of Thrones“ gesehen – und ich bin ziemlich begeistert. Habe mir vor kurzem auch die erste Staffel „The Walking Dead“ besorgt, aber „Game of Thrones“ hat mich mehr reingezogen. Vor allem die ersten paar Folgen fand ich ganz toll. Die Charaktere haben Tiefgang, die Handlung ist bis auf wenige Ausnahmen kaum vorhersehbar und auch visuell ist die Serie toll umgesetzt.

Die Darsteller sind exzellent, allen voran Peter Dinklage als „the imp“ Tyrion Lannister – er hat zu Recht einen Emmy dafür bekommen. Witzig zu sehen war der Auftritt von (Vorsicht, minor spoiler) Sibel Kekilli.

Nun warte ich auf Staffel zwei, und die startet erst im Frühjahr 2012 in den USA – und habe dasselbe Problem wie bei „True Blood“. Denn beide Serien haben eine Romanvorlage, „True Blood“ basiert auf der Romanreihe von Charlaine Harris, „Game of Thrones“ auf der Serie „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin. Das verlockt natürlich, die künftige Handlung vorzulesen.

Wobei: Ich habe in ein Buch von Charlaine Harris reingelesen und ich muss schon sagen – Serienerfinder Alan Ball macht aus Kohle Perlen (kommt diese Referenz an, na?). Falls ich demnächst wieder einmal in einer gut sortierten Buchhandlung bin (ist hier nicht so leicht), dann werde ich in „Das Lied von Eis und Feuer“ reinschmökern.

Alan Ball hat ja unlängst gesagt, dass die kommende Staffel von „True Blood“ sich weniger an die Buchvorlage halten wird als die bisherigen. Das hat sich in der Eric-Storyline ja schon angekündigt.

„A Game of Thrones“ ist übrigens ab Morgen, dem 2. November 2011, immer mittwochs um 20.15 Uhr in Zweikanalton in deutscher und englischer Sprache auf dem Pay-TV-Sender TNT zu sehen. Ab welchem datum die zweite Staffel in den USA gezeigt wird, steht noch nicht fest. Man darf mit April rechnen. Fix ist: Sie wird wieder zehn Folgen haben.



Zukunft des Fernsehens
Oktober 30, 2011, 11:08
Einsortiert unter: Serien, TV

Artikel in der „Presse“:

„Tablets und Streaming-Dienste machen den TV-Konsum ort- und zeitunabhängig, das wird auch das Fernsehverhalten ändern. Kollektives Erleben bleibt nach wie vor erstaunlich wichtig, das lässt sich etwa am Kurznachrichtendienst „Twitter“ ablesen: Rund um die Ausstrahlung der neuen Staffel der Vampirserie „True Blood“ in den USA erschienen tausende Kommentare zur jeweils neuesten Folge. Wer mitreden will, muss mitschauen. „True Blood“-Produktionssender HBO hat inzwischen einen eigenen Dienst gelauncht: HBOGo ist allerdings nur für Abonnenten zugänglich. In Österreich gibt es den Sender nicht.

Das zeigt deutlich, wo das größte Hindernis für die Dienste liegt – in den nationalen Grenzen. Ein breites Medienangebot international zu lizenzieren ist eine Herkulesaufgabe. Dabei erleben TV-Serien gerade jetzt einen Boom, Kritiker sprechen gar von einer „Quality Television“-Welle. Hierzulande muss man auf Kauf-DVDs zurückgreifen, wenn man die Formate nicht spätnachts in deutscher Synchronisation oder im Pay-TV sehen will.“

 

 

http://diepresse.com/home/kultur/medien/704720/Tablets_Fernsehen-fast-ueberall-und-jederzeit?_vl_backlink=/home/kultur/medien/index.do



Dr House: Huddy, und nun?
Februar 6, 2011, 20:11
Einsortiert unter: dr. house, hugh laurie

Ich habe gerade mit der (in den USA) aktuellen Staffel House begonnen und – nach langem Warten – ist nun endlich eingetroffen, worauf viele Fans gehofft haben: Cuddy und House sind in einer Beziehung. Frage ist nur: Wohin führt das? Bin natürlich etwas spät dran (hab den halben Winter mit Vampiren in Louisiana verbracht), die Staffel ist ja schon zu mehr als der Hälfte ausgestrahlt.

Was mich auf der Suche nach Videos im Netz wunderte: Mehrere Poster bemängelten die sechste Staffel, in der House clean und in einer Art Zwischenstadium (keine Drogen, aber auch keine Frau) ist. Das sehe ich ganz anders: Gerade die ersten zwei Folgen sind für die gesamte Serie bahnbrechend. Denn erstmals wird eine längerfristige Veränderung in Houses Verhalten realistisch in Aussicht gestellt. Überhaupt hat die Doppelfolge etwas sehr Filmisches, der Auftritt der deutschen Schauspielerin Franka Potente hat geradezu etwas Mystisches. Fand ich toll.

Allein diese Veränderungen machten die restliche Staffel spannend: Schafft es House, clean zu bleiben? Bleibt er trotzdem dieses diagnostische Genie? Und was ist mit Cuddy? Letztere Frage wird aktuell fortgeführt. Bin gespannt.

 




Follow

Get every new post delivered to your Inbox.