In den Bergen liegt Schnee und trotzdem läuft am ORF House – ein (Weihnachts-)Wunder ist geschehen. Aber „unsere Bua’m und Mädl’n“ können ja nicht jeden Tag auf den Skiern Richtung Tal flitzen.
„Autopsy“ hatte ich schon auf Englisch gesehen und ich muss sagen, auf Deutsch ist House ja fast netter als auf Englisch. Aber kann es sein, dass die medizinischen Eingriffe mit zunehmenden Staffeln in den Hintergrund treten? Oder ist es nur so, weil Chase in der vierten Staffel nicht mehr dabei ist, dass sich die Episoden seltener im OP abspielen? Naja, die Folge ist ja ziemlich plastisch, was die ganzen Eingriffe angeht, Operationen über Operationen und dann der Bohrer und die Schraube an der Schädeldecke. Da zieht’s mir alles zusammen.
Diesmal sind mir wieder zwei Songs aufgefallen, zum einen „In the Deep“ von Bird York. Den Track spielen sie in der Operations-Szene und in der Verabschiedungsszene von Andy, der neunjährigen Krebs-Patientin. Ich dachte ja zuerst an ein geglücktes Stück von Alanis „Ich drück zu gerne auf meine Stimme“ Morissette. Zum Glück ist sie es nicht und ich kann mir den Track ganz entspannt anhören.
Und am Schluss ein Cover von Christina Aguilera’s „Beatiful“ von dem großartigen Elvis Costello – der Song ist einfach gut, selbst in DirtyX-Tina’s Version. Die neuen Guns n’ Roses covern ihn ja regelmäßig bei Konzerten, zumindest die Gitarristn Robin Finck und Richard Fortus. House rast dabei durch die grüne Landschaft um Princeton – schaut ein bisschen aus wie im Mühlviertel.
Und – als Song kann man dieses Stück nicht bezeichnen – House hört Klassik im Umkleideraum: „Nessum Dorma“ aus Puccinis „Turandot“. Hab ich mal in der Wiener Staatsoper gehört. Ergreifend. (Mir fehlt das Vokabular, um Klassik zu beschreiben.)
Ich kann kaum auf die nächste Folge der vierten Staffel warten. Mit der dritten bin ich nämlich ziemlich durch.
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Bin endlich draufgekommen, welchen Klingelton Greg House in dieser Episode hat – zu hören, als ihn die CIA anruft: Es ist „What a Man“ von Linda Lyndell, wurde Anfag der Neunziger von Salt n’ Pepa gecovert/ gesampelt …
Habe übrigens alle in den USA bisher ausgestrahlten House-Folgen gesehen und die Spannung zwischen ihm und Cuddy steigt (klingt wie ein Kosename, nicht?). Auf der Homepage des Senders Fox gibt es übrigens ein Video, in dem die Cuddy-Darstellerin Lisa Edelstein darüber spricht, dass Cuddy ein Kind will … aberüber welche Folge spricht sie da? ARGH, das war ja schon in der zweiten Staffel, als sich Cuddy entschieden hat, ein Kind zu bekommen (aber sie hat ja noch keines!) – die der ORF so großzügig ausgelassen hat.
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Habe mir gerade den Trailer zum Tom-Cruise-als-Stauffenberg-Film „Valkyrie“ angesehen und was den Film angeht, hab ich ein bisschen Bauchweh. Da wurde aus dem Hitler-Attentäer wohl so etwas wie ein Action-Held gemacht. Wie man dieser so sensiblen Thematik mit Action gegegnen kann, ist mir schleierhaft. Tom Cruise hat außerdem einen irgendwie „irren“ Blick drauf, vielleicht ist das seine schauspielerische Art zu zeigen, dass wer im Dritten Reich in den oberen Rängen saß, muss verrückt gewesen sein.
Auch wird im Trailer (das ist glaub ich der US-Trailer) darauf hingewiesen, dass Regisseur Brian Singer schon „Superman Returns“ und „Die üblichen Verdächtigen“ gemacht hat. Letzeren fand ich beim ersten Mal sehen ganz großes Kino, bei ersterem hat mich der Trailer dermaßen abgeschreckt, dass ich ihn mir vielleicht nicht mal im Fernsehen ansehen werde. Trotz Kevin Spacey.
Ich will hier ja nichts verschreien, aber wenn „Vakyrie“ so ist, wie ich glaube, begeht er einen kapitalen Fehler in Sachen NS-Thematik: Nämlich Hitler nicht als Menschen darzustellen sonders als das personifizierte Böse – das muss man wirklich differenzierter betrachten.
Außerdem glaube ich, dass sich der Film auf die Verschwörung zu konzentriert und Stauffenbergs inneren Konflikt zu wenig zu beachtet. Und dass das alles in Englisch ist, wirkt auch irgendwie seltsam.
Ganz anders kommt da „Wanted“ daher, mit Angelina Jolie und (ich weiß …) James McAvoy. Die Comicverfilmung von Mark Millers graphic novel unter dem „Wächter der NAcht“-Regisseur Timur Bekmambetov.
da gibt es einen, ganz klaren Konflikt, den Wesley lösen muss und es ist ein innerer (ich mag innere Konflikte, darum hab ich auch Spiderman-DVDs), die Äthetik ist gut, die Musik – man weiß, was auf einen zukommt und ich finde James McAvoy ziemlich witzig in den Szenen im Auto … Angelina ist wie schön und stark – wie eben auch in Tombraider. Bin gespannt, wie die Chemie zwischen den beiden auf der Leinwand rüberkommt. MacAvoy ist ja (so schaut es in einigen Szenen zumindest aus) kleiner als Jolie. das finde ich gut, schräge Paarungen.
Und natürlich Morgan Freeman, der hier die Erzählung aus dem Off übernimmt (eigentlich bin ich ja nicht so ein Fan davon, aber hier passt es).
Also auf den Freue ich mich als Fan von guter und intelligenter Action schon total – leider wurde der Kinostart von März auf Sommer verschoben. ein gutes Zeichen? Im Sommer rennen in den USA ja die Blockbuster, die Produktionsfirma verspricht sich vom (fast) fertigen Produkt vielleicht mehr, als sie sich erwartete und reserviert ihm so einen guten Start-Platz? Kann schon sein.
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Meine James McAvoy-Hysterie nimmt bedenkliche Formen an. Nach „Atonement“, „Last King of Scotland“, „Starter for 10″ und – zu meinem Beschämen – „Children of Dune“ habe ich mir nun auch die britische Serie „Shameless“ angesehen, zumindest die erste Folge.
Ist wirklich unglaublich lustig – und ich würde gerne mehr davon sehen, aber ich glaube nicht, dass ich das machen werde. Selbst wenn ich die restliche Serie im Internet irgendwo auftreibe. Der Grund: James McAvoy. Oder besser seine Frau, Anne-Marie Duff. Beide spielen klasse und ich finde besonders ihren Charakter gut, aber das ist einfach zu seltsam, ein Pärchen am Bildschirm zu sehen, die im realen Leben auch ein Paar sind. Das war mir schon bei „Mr and Mrs Smith“ unangenehm, umso mehr jetzt in „Shameless“. Ja, es gibt Sex-Szenen. Ziemlich heftige, sogar.
Da komme ich mir vor, als würde ich in fremde Schlafzimmer starren. Und das ist wirklich nicht mein Ding.
Schade eigentlich, denn wie gesagt, die Serie hätte mich echt gereizt. Blöd, wenn das reale Leben dem virtuellen oder fiktiven dazwischenfunkt. So wird es vermutlich nie wieder einen Angelina Jolie/Brad Pitt-Film geben, den ich mir ansehen werde, es sei denn, man verzichtet auf Sex-Szenen.
Den guten Rat, aufzuhören die Klatschspalten zu lesen, kann man sich sparen. Die lese ich nicht, solche Information kriege ich in der Redaktion mit. Oder über die Nachrichtenagenturen …
Gestern habe ich die letzte Folge der sechsten Staffel der Sopranos gesehen und sie ist einfach großartig. Ich werde hier in Kürze verraten (maximal drei Absätze weiter unten), wie es ausgeht und noch andere Dinge über die letzte Staffel, also: Spoiler Altert auf höchster Stufe: Es ist möglich, dass Ihnen die Lektüre dieses Textes den Genuss der Sendung zerstört (Was ich aber nicht glaube, kein Wissen kann diese Serie zerstören).
Also: Ich stimme den Kritikern ja gar nicht zu, die meinen, die Sopranos hätten zwischenzeitlich abgebaut, oder die meinen, die fünfte und sechste Staffel wären nicht mehr so gut gewesen wie die erste. Keinesfalls. Die Sopranos bewegen sich konstant auf einem sehr hohen Niveau. Der Schluss bestätigt dieses Urteil wieder, weil es kein billiger, versöhnlicher oder gar bestrafender ist (oder harmonie-ertränkter wie etwa bei Harry Potter, ich ärgere mich immer noch).
Ich hab mir die zweite Hälfte der letzten, sechsten Staffel letzte Woche auf DVD gekauft (da sind sie endlich rausgekommen) und mein Freund und ich haben sie diese Woche gesehen, gestern die letzten drei. Am Ende der letzten Folge „Made in America“ glaubte er kurzzeitig, der DVD-Player wäre kaputt gegangen, mich hat es weniger kalt erwischt (ich dachte mir schon so was in die Richtung).
Tony hat einen Krieg zwischen den Familien in New York und Jersey knapp abgewendet , Phil beseitigen lassen, bevor dieser ihn beseitigen lässt, und trifft sich mit seiner ganzen Familie in einem Diner. An seinem Tisch steht eine Musicbox, er legt Journey’s „Don’t Stop Believing“ ein – der Song wurde von Creator David Chase selbst, der die Regie in der letzten Folge führte, dafür ausgesucht. Er sieht sich die Karte an, Carmela kommt und Anthony Junior, Meadow hat derweil Probleme, in eine Parklücke zu kommen. In der Sequenz wird hin und hergeschnitten zwischen Meadows Parkproblemen und dem Innern des Diners. Dort tauchen einige verdächtig aussehnde Typen auf. Einer geht zu Tony – und kanpp an ihm vorbei auf Klo (kennt man in ähnlicher Form aus dem Paten, nicht?), einer sitzt schon die ganze Zeit am Tisch und starrt in seinen Kaffee, die Augen unter der Baseballmütze nicht zu erkennen, eine Gruppe junger Schwarzer kommt herein (die werden für heikle Morde auch mal angeworben). Meadow hat es draußen endlich geschafft, in die Parklücke zu kommen und eilt über die Straße zum Eingang des Diners. Tony hört die Klingel der Eingangstür, starrt hin und Cut. Aus.
Ein harter Schnitt, einige Sekunden ist der Bildschirm schwarz, die Musik ist aus, dann kommen die Credits. Finito.
Wahnsinn. Was ist passiert, fragt man sich und ich musst dann gleich an die erste Folge der zweiten Hälfte der sechsten Staffel denken, als Tony mit Bobby, Janice’s Ehemann und seinem Freund, angeln ist. Sie reden über den Tod und darüber, ob man es überhaupt mitkriegt, wenn man stirbt (zumindest, wenn man erschossen wird). Bobby wird eine Folge vor dem Finale von Phil’s Schergen ermordet und da wurde die Sequenz wiederholt.
Ist Tony gegangen? Oder hat sich nur die Kamera aus dem Leben der Sopranos verabschiedet?
Offenbar wollen viele Menschen, dass Tony am Ende stirbt. Und nach Christophers Tod (JA!), der von Tony nach einem Autounfall umgebracht wird, wollte ich auch kurzzeitig, dass er endlich büßen muss. Das sind wir gewöhnt aus dem amerikanischen Fernsehen, dass jeder Fehltritt bestraft wird, dass das Gleichgewicht wieder hergestellt wird, aber das sind eben nicht die Sopranos.
Also denke ich, es geht weiter mit Tony und seiner Familie. Leben eben.
Zwei Mal habe ich Joe Wrights Literaturverfilmung mit James McAvoy und Keira Knightley im Kino gesehen. Mit sehr unterschiedlichen Eindrücken.
Die Story: Englischer Landsitz in den Dreißiger Jahren. Zwischen der Tochter des Hauses Cecilia und Robbie, dem Sohn der Haushälterin bahnt sich etwas an. Cecilias 13-jährige Schwester Briony schreibt ein Theaterstück. Es ist heiß. Ein Mißverständnis führt dazu, dass Briony in Robbie einen „sexmaniac“ vermutet. Als ihre ältere Cousine vergewaltigt wird, ist sie Zeugin und glaubt, Robbie sei der Täter. Er muss ins Gefängnis, zieht später in den Krieg. Briony muss „Abbitte“ leisten.
Das erste Mal war ich alleine, Originalton in einem kleinen Kino in der Innenstadt von Wien. Das zeitliche Vor- und Zurückspringen, die Neuheit der Story und die unglückliche Liebesgeschichte haben mich wohl von Schwächen des Films abgelenkt. Nich so das zweite Mal (mit einer Freundin, ebenfalls ein kleines Kino in der City von Wien): Eine Szene mit Briony als Krankrenschwester, als sie einem sterbenden Franzosen die Hand hält, macht auch beim zweiten Mal keinen Sinn. Auch die Szene zwischen Robbie und Cecilia in der Cafeteria in London fand ich weniger gelungen als beim ersten Mal. Auch Vanessa Redgraves Auftritt als gealterte Briony – beim ersten Mal hab ich geheult – hat mich weniger beeindruckt…
Vielleicht war es auch die Erwartungshaltung, ich hab die Freundin schließlich ins Kino geschleppt und hinter mir saßen fünf SüdtirolerInnen, die direkt vom Christkindelmarkt kamen.
Bei mir blieben auch nach dem zweiten Mal noch Fragen offen. Dann ich hab mir dann also noch das Buch von Ian McEwan gekauft und reingelesen; ich weiß nicht, ob ich es jetzt lesen werde) und war wieder beeindruckt. Wie genau, wie textgetreu die Verfilmung eigentlich ist, einige der Schwächen (die wiederholte Story am Anfang, dass diese Wiederholung nicht durchgezogen wird) sind auf die Vorlage zurückzuführen.
Fazit: Guter, aber kein sehr guter Film. Ich spekuliere mit einer Oscar-Nominierung für James McAvoy (der in The Last King of Scotland schon ganz großartig war und auch hier die stärkste Performance liefert, naja vielleicht neben Vanessa Redgrave) und für das Beste Adaptierte Drehbuch.