Miss Yarvis in der Medienwelt


Your mood is…
September 14, 2007, 17:33
Gespeichert unter: Stimmung, alltag, grace kelly, hitchcock, wien
yarvis is emotionally distant.
I bet no one’s surprised that you never post your current mood. In fact, I bet most of your friends are so sick of you locking them out of your life that they hate you behind your back. Shame.

Okay, wenn ihr meint… ein computergenerierter Stimmungsbarometer kann nicht falsch liegen, oder?

Hier der Link

„Emotionally distant“-Pfh!

Dabei ist heute ein wirklich schöner Abend in Wien – wohl der letzte warme Abend des Jahres, an dem man draußen sitzen kann. Ich war auch mit einer Freundin unterwegs, beim Heurigen in Grinzing. Und habe „Sturm“ – junger, halbgegorener Wein – getrunken. Fährt ganz schön ein, das Zeug.

Und in ORF2 läuft gerade anlässlich des 25. Todestages von Grace Kelly „Das Fenster zum Hof“. Hitchcock! Das erste Mal habe ich den Film im Filmmusem gesehen, in der Originalfassung. Beim Schluss musste sich jemand passenderweise gerade schneutzen und ich ging aus dem Kino, ohne zu wissen, wie der Film ausgeht. Stundenlange Internetrecherchen führten auch nicht zum Ergebnis. Also sah ich mir den Film wieder an, als er – diesmal Deutsch – im Fernsehen lief. Und dann kam die Schlussszene – und meine Mutter rief an. Argh!

Also weiß ich bis heute nicht, wie „Das Fenster zum Hof“ endet. Vielleicht klappt es ja heute – wenn ich vom vielen Sturm nicht zu müde bin.



Dr. House – Heimgang
September 13, 2007, 19:27
Gespeichert unter: Fernsehen, Medien, Serien, TV, alltag, dr. house, hugh laurie

So, habe heute den Tag erfolgreich in der Redaktion verbracht, trotz Frühdienstes (um 5 Uhr aufstehen, um 6 Uhr arbeiten) und sogar meinen Artikel für die Uni-Beilage der Print-Ausgabe (fast) fertig geschrieben.

Am Abend habe ich mich daheim mit Dr. House belohnt. Kurioserweise ist ja der ORF von der ersten, von der er ungefähr Folge vier bis zwölf ausgelassen hat, gleich in die dritte Staffel gesprungen. Die Erste hab ich ganz gesehen und die Zweite fast (allerdings auf Englisch) und wider Erwarten stört mich dieser Sprung nicht so.

Denn die Entwicklung der Charakere ist nicht so deutlich, wie ich es mir erhofft hatte – das ist auch die Schwäche der Serie, wobei House selbst ja zumindest sehr 3D ist. Vermutlich dank Hugh Laurie. Ich dachte ja anfangs, House nimmt die jungen Ärzte mehr unter seine Fittiche und zieht sie gewissermaßen zu kleinen Genies heran, aber bis jetzt ist der Status eher „Meister und Gehülfe“. Mit einer Lieblingsschülerin. Aber – mit ein bisschen Sex – ist alles eigentlich Status Quo. Bin ja schon neugiereig, ob sie in der neuen vierten Staffel, die in den USA bald startet tatsächlich das ganze Team auswechseln oder nur – aufgrund des anhaltenden Erfolges – erweitern.

Mein Lieblingscharakter – neben Dr. House natürlich, das ist wie Harry Potter, da muss man die Hauptfigur eigentlich am meisten mögen oder sich am meisten für sie interessieren, nicht? Zumindest ist das bei mir so. – ist ja der liebe Dr. Chase. Als ich meiner Arbeitskollegin das erzählte, hat sie gerufen: „Nein! Dieser Widerling! Der ist so skrupellos.“ Ich weiß, ich will ihn ja auch nicht gleich heiraten. Ich mag nur seinen australischen Akzent im Original so gern. Und er ist schon ein Quotenschnuckel. Ich mag ja auch Dr. Cameron, nur geht sie mir manchmal auf die Nerven. Und nachdem der wichtigste Job der Gehülfen des genialen Dr. House eh rumstehen ist, treffe ich meine Wahl zu Recht. Er sieht „clueless“ einfach am süßesten von den dreien aus.

Schade natürlich, dass Hugh Laurie nicht mit seinem originalen britischen Akzent sprechen darf, sondern einen Amerikaner mimen muss. Dann wäre Dr. House noch besser.

Ach ja, die Musik ist auch gut. Mein letzter Serien-Tipp: „Desire“ von Ryan Adams. Ich such mal den Song, der heute am Ende gelaufen ist… Leon Russell „Stranger in a Strange Land“.

Übrigens: Im Original ist die Titelmusik ein Ausschnitt aus dem wundervollen „Teardrop“ von Massive Attack.

Dr. House



Krank sein. Oder: Lulu im Glas
September 12, 2007, 14:45
Gespeichert unter: alltag, krank

Wenn ich krank bin, werde ich erstens grantig und zweites depressiv. Als ich mich übermäßig über meine Mutter, meine Geschwister, meine Arbeitskollegen und vor allem mich selbst ärgerte und dazu noch Gliederschmerzen hatte, hätte ich wissen sollen, da ist was im Busch. Ich hab nichts geahnt, hab nicht auf mich aufgepasst (kein Unterleiberl, kein Tee und keine Schonung) und dann hat es mich eiskalt erwischt.

Am Mittwoch ging ich früher von der Arbeit heim, weil ich einfach nicht mehr konnte und am Abend hatte ich dann knapp 39 Grad Fieber. Was ja schon an sich nicht lustig ist, aber noch dazu bin ich momentan allein in meiner, besser gesagt unserer Wohnung, aber das „Du“ zum wir – mein Freund – ist gerade in Berlin.

Vor der ersten Fiebermessung bin ich noch ab in den Supermarkt (Fertigkost, Zwieback, Suppen, Hohes C und Obst – so viel ich tragen konnte) und in die Apotheke, Neocitran kaufen. Die Kur konnte beginnen.

Als ich ein Kind war, fand ich es immer toll, krank zu sein. Fernsehen, so viel man will, rumliegen, Hörspiele hören, ein bisschen lesen (wenn es nicht zu anstrengend ist) und von Mama umsorgt werden. Und das beste: Keine Schule! Kein schlechtes Gewissen – letzteres hat sich jedenfalls geändert, denn als Online-Redakteurin bin ich Teil eines Kollektivs. Und wenn ich keinen Samstags-Dienst übernehme, muss jemand anders ran. Mit Schuldgefühlen lässt es sich jedenfalls nicht gut gesunden.

Am Montag wollte ich wieder fit sein. Blöderweise bekam ich am Samstag totale Rückenschmerzen und die wurden weder durch Liegen, noch durch Wärmeflasche oder Bewegung besser. Am Sonntag musste ich sogar Schmerztabletten nehmen, um überhaupt schlafen zu können.

Am Montag war ich trotzdem in der Redaktion – total matschig. Meine Arbeitskollegen gaben ihrerseits „Diagnosen“ ab – Verspannung? Nieren? Beckenbodenenzündung? Hab mir dann von einer Kollegin die Adresse eines Arztes – Palästinenser, das hässlichste Wartezimmer, das ich je gesehen habe – geben lassen. Bei dem war ich dann auch und er beruhigte mich immerhin so weit, dass die Rückenschmerzen nichts mit den Nieren zu tun haben. Hab mir die Überweisung für einen totalen Blut- und Harncheck geben lassen und bin nach Hause.

So weit, so gut – nur dass die Schmerzen schlimmer wurden. Also blieb ich zu Hause. Per Telefondiagnose über meine Mutter hat außerdem die Frau meines Hausarztes in meinem Heimatort einen Harnwegsinfekt bei mir diagnostiziert. Das führte so weit, dass ich in ein Glas pisste, um feszustellen, dass mein Urin trüb war und ich schleuningst zum Arzt sollte – alles mit Telfonseelsorge meiner Mutter.

Bin dann ins Blutlabor (die Herren am Empfang waren echt ganz lieb!) – Blut und Urincheck, dann mit den Ergebnissen zum Arzt und die Diagnose: Es ist kein Harnwegsinfekt. Er beruhigte mich, verschrieb mir Schmerztabletten und gab mir einen Folder mit Übungen für die Wirbelsäule mit.

Morgen gehe ich wieder arbeiten – Frühdienst: Beginn sechs Uhr morgens.

Zuminest die Schmerztabletten wirken bestens.