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Habe mir gerade den Trailer zum Tom-Cruise-als-Stauffenberg-Film „Valkyrie“ angesehen und was den Film angeht, hab ich ein bisschen Bauchweh. Da wurde aus dem Hitler-Attentäer wohl so etwas wie ein Action-Held gemacht. Wie man dieser so sensiblen Thematik mit Action gegegnen kann, ist mir schleierhaft. Tom Cruise hat außerdem einen irgendwie „irren“ Blick drauf, vielleicht ist das seine schauspielerische Art zu zeigen, dass wer im Dritten Reich in den oberen Rängen saß, muss verrückt gewesen sein.
Auch wird im Trailer (das ist glaub ich der US-Trailer) darauf hingewiesen, dass Regisseur Brian Singer schon „Superman Returns“ und „Die üblichen Verdächtigen“ gemacht hat. Letzeren fand ich beim ersten Mal sehen ganz großes Kino, bei ersterem hat mich der Trailer dermaßen abgeschreckt, dass ich ihn mir vielleicht nicht mal im Fernsehen ansehen werde. Trotz Kevin Spacey.
Ich will hier ja nichts verschreien, aber wenn „Vakyrie“ so ist, wie ich glaube, begeht er einen kapitalen Fehler in Sachen NS-Thematik: Nämlich Hitler nicht als Menschen darzustellen sonders als das personifizierte Böse – das muss man wirklich differenzierter betrachten.
Außerdem glaube ich, dass sich der Film auf die Verschwörung zu konzentriert und Stauffenbergs inneren Konflikt zu wenig zu beachtet. Und dass das alles in Englisch ist, wirkt auch irgendwie seltsam.
Ganz anders kommt da „Wanted“ daher, mit Angelina Jolie und (ich weiß …) James McAvoy. Die Comicverfilmung von Mark Millers graphic novel unter dem „Wächter der NAcht“-Regisseur Timur Bekmambetov.
da gibt es einen, ganz klaren Konflikt, den Wesley lösen muss und es ist ein innerer (ich mag innere Konflikte, darum hab ich auch Spiderman-DVDs), die Äthetik ist gut, die Musik – man weiß, was auf einen zukommt und ich finde James McAvoy ziemlich witzig in den Szenen im Auto … Angelina ist wie schön und stark – wie eben auch in Tombraider. Bin gespannt, wie die Chemie zwischen den beiden auf der Leinwand rüberkommt. MacAvoy ist ja (so schaut es in einigen Szenen zumindest aus) kleiner als Jolie. das finde ich gut, schräge Paarungen.
Und natürlich Morgan Freeman, der hier die Erzählung aus dem Off übernimmt (eigentlich bin ich ja nicht so ein Fan davon, aber hier passt es).
Also auf den Freue ich mich als Fan von guter und intelligenter Action schon total – leider wurde der Kinostart von März auf Sommer verschoben. ein gutes Zeichen? Im Sommer rennen in den USA ja die Blockbuster, die Produktionsfirma verspricht sich vom (fast) fertigen Produkt vielleicht mehr, als sie sich erwartete und reserviert ihm so einen guten Start-Platz? Kann schon sein.
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Meine James McAvoy-Hysterie nimmt bedenkliche Formen an. Nach „Atonement“, „Last King of Scotland“, „Starter for 10″ und – zu meinem Beschämen – „Children of Dune“ habe ich mir nun auch die britische Serie „Shameless“ angesehen, zumindest die erste Folge.
Ist wirklich unglaublich lustig – und ich würde gerne mehr davon sehen, aber ich glaube nicht, dass ich das machen werde. Selbst wenn ich die restliche Serie im Internet irgendwo auftreibe. Der Grund: James McAvoy. Oder besser seine Frau, Anne-Marie Duff. Beide spielen klasse und ich finde besonders ihren Charakter gut, aber das ist einfach zu seltsam, ein Pärchen am Bildschirm zu sehen, die im realen Leben auch ein Paar sind. Das war mir schon bei „Mr and Mrs Smith“ unangenehm, umso mehr jetzt in „Shameless“. Ja, es gibt Sex-Szenen. Ziemlich heftige, sogar.
Da komme ich mir vor, als würde ich in fremde Schlafzimmer starren. Und das ist wirklich nicht mein Ding.
Schade eigentlich, denn wie gesagt, die Serie hätte mich echt gereizt. Blöd, wenn das reale Leben dem virtuellen oder fiktiven dazwischenfunkt. So wird es vermutlich nie wieder einen Angelina Jolie/Brad Pitt-Film geben, den ich mir ansehen werde, es sei denn, man verzichtet auf Sex-Szenen.
Den guten Rat, aufzuhören die Klatschspalten zu lesen, kann man sich sparen. Die lese ich nicht, solche Information kriege ich in der Redaktion mit. Oder über die Nachrichtenagenturen …
Zwei Mal habe ich Joe Wrights Literaturverfilmung mit James McAvoy und Keira Knightley im Kino gesehen. Mit sehr unterschiedlichen Eindrücken.
Die Story: Englischer Landsitz in den Dreißiger Jahren. Zwischen der Tochter des Hauses Cecilia und Robbie, dem Sohn der Haushälterin bahnt sich etwas an. Cecilias 13-jährige Schwester Briony schreibt ein Theaterstück. Es ist heiß. Ein Mißverständnis führt dazu, dass Briony in Robbie einen „sexmaniac“ vermutet. Als ihre ältere Cousine vergewaltigt wird, ist sie Zeugin und glaubt, Robbie sei der Täter. Er muss ins Gefängnis, zieht später in den Krieg. Briony muss „Abbitte“ leisten.
Das erste Mal war ich alleine, Originalton in einem kleinen Kino in der Innenstadt von Wien. Das zeitliche Vor- und Zurückspringen, die Neuheit der Story und die unglückliche Liebesgeschichte haben mich wohl von Schwächen des Films abgelenkt. Nich so das zweite Mal (mit einer Freundin, ebenfalls ein kleines Kino in der City von Wien): Eine Szene mit Briony als Krankrenschwester, als sie einem sterbenden Franzosen die Hand hält, macht auch beim zweiten Mal keinen Sinn. Auch die Szene zwischen Robbie und Cecilia in der Cafeteria in London fand ich weniger gelungen als beim ersten Mal. Auch Vanessa Redgraves Auftritt als gealterte Briony – beim ersten Mal hab ich geheult – hat mich weniger beeindruckt…
Vielleicht war es auch die Erwartungshaltung, ich hab die Freundin schließlich ins Kino geschleppt und hinter mir saßen fünf SüdtirolerInnen, die direkt vom Christkindelmarkt kamen.
Bei mir blieben auch nach dem zweiten Mal noch Fragen offen. Dann ich hab mir dann also noch das Buch von Ian McEwan gekauft und reingelesen; ich weiß nicht, ob ich es jetzt lesen werde) und war wieder beeindruckt. Wie genau, wie textgetreu die Verfilmung eigentlich ist, einige der Schwächen (die wiederholte Story am Anfang, dass diese Wiederholung nicht durchgezogen wird) sind auf die Vorlage zurückzuführen.
Fazit: Guter, aber kein sehr guter Film. Ich spekuliere mit einer Oscar-Nominierung für James McAvoy (der in The Last King of Scotland schon ganz großartig war und auch hier die stärkste Performance liefert, naja vielleicht neben Vanessa Redgrave) und für das Beste Adaptierte Drehbuch.