Miss Yarvis in der Medienwelt


The Wire
Juni 29, 2009, 11:44
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Gestern hab ich mit der US-Serie „The Wire“ angefangen. Lief auf HBO (der auch die Sopranos zeigte) und ich wünschte, man könnte den Sender auch in Europa abonieren, denn The Wire ist – nach dem ganzen Grey’s Anatomy und Gossip Girl Schmonsens, den ich mir zuletzt reingezogen habe – wieder mal eine intelligente, unvorhersehbare Serie. Zu intelligent offenbar für viele Amerikaner. The Wire sei „zu kompliziert“ wurde kritisiert, die Quoten waren mäßig (die Kritiken hervorragend) – aber doch gut genug, um fünf Staffeln zu produzieren.

Womit ich mir ein wenig schwer tu: Erstens die Sprache, denn ich hab die DVD-Box aus den USA und somit nur auf Englisch (schau mit Untertiteln), und einige der Ausdrücke kenn ich eben nicht – auch wenn ich inzwischen begriffen habe, was „Five -O“ bedeutet. Zweitens verwechsle ich noch ein paar Protagonisten (die sehen sich zum Teil echt ähnlich). Aber es entwickelt sich. D’Angelo Barksdale hätt ich ja nach der ersten Folge keine großen Überlebenschancen gegeben (wenn man die Sopranos kennt …), er scheint es jedenfalls noch eine Weile zu machen.

Schön jedenfalls, dass die Serie nicht billig auf die (unterdrückte) sexuelle Spannung zwischen den zwei Haupt-Ermittlern (McNultry und Greggs) setzt wie etwa Akte X (okay, damals war das noch halbwegs originell). Und ich mag die frischen Gesichter: HBO nimmt keine Stars für Serien, irgendwie wirkt das einfach glaubwürdiger, wenn man die Schauspieler nicht schon aus Serie/Film XY kennt.

Gegen Stars hab ich aber auch nix: Bin schon gespannt auf „Nurse Jackie“. Edie Falco, die für ihre Darstellung von Tonys Ehefrau Carmela Soprano einige Preise abstaubte, spielt eine Krankenschwester mit Drogenproblemen. Zu sehen auch nur in den USA, auch nur auf einem PayTV-Sender – Showtime diesmal, nicht HBO. Wie gut, dass es Internet gibt ;-)



One Tree Hill
Februar 10, 2008, 23:59
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Ich habe einen Test gemacht, welcher OTH-Charakter ich bin und (wenig überraschend) ist mein Lieblingscharakter rausgekommen. Ich bin …

Take the quiz!



Dr House – „Autopsie“
Dezember 20, 2007, 20:48
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In den Bergen liegt Schnee und trotzdem läuft am ORF House – ein (Weihnachts-)Wunder ist geschehen. Aber „unsere Bua’m und Mädl’n“ können ja nicht jeden Tag auf den Skiern Richtung Tal flitzen.

„Autopsy“ hatte ich schon auf Englisch gesehen und ich muss sagen, auf Deutsch ist House ja fast netter als auf Englisch. Aber kann es sein, dass die medizinischen Eingriffe mit zunehmenden Staffeln in den Hintergrund treten? Oder ist es nur so, weil Chase in der vierten Staffel nicht mehr dabei ist, dass sich die Episoden seltener im OP abspielen? Naja, die Folge ist ja ziemlich plastisch, was die ganzen Eingriffe angeht, Operationen über Operationen und dann der Bohrer und die Schraube an der Schädeldecke. Da zieht’s mir alles zusammen.

house_autopsy.jpg

Diesmal sind mir wieder zwei Songs aufgefallen, zum einen „In the Deep“ von Bird York. Den Track spielen sie in der Operations-Szene und in der Verabschiedungsszene von Andy, der neunjährigen Krebs-Patientin. Ich dachte ja zuerst an ein geglücktes Stück von Alanis „Ich drück zu gerne auf meine Stimme“ Morissette. Zum Glück ist sie es nicht und ich kann mir den Track ganz entspannt anhören.

Und am Schluss ein Cover von Christina Aguilera’s „Beatiful“ von dem großartigen Elvis Costello – der Song ist einfach gut, selbst in DirtyX-Tina’s Version. Die neuen Guns n’ Roses covern ihn ja regelmäßig bei Konzerten, zumindest die Gitarristn Robin Finck und Richard Fortus. House rast dabei durch die grüne Landschaft um Princeton – schaut ein bisschen aus wie im Mühlviertel.

Und – als Song kann man dieses Stück nicht bezeichnen – House hört Klassik im Umkleideraum: „Nessum Dorma“ aus Puccinis „Turandot“. Hab ich mal in der Wiener Staatsoper gehört. Ergreifend. (Mir fehlt das Vokabular, um Klassik zu beschreiben.)

Ich kann kaum auf die nächste Folge der vierten Staffel warten. Mit der dritten bin ich nämlich ziemlich durch.



Nachtrag zu House – „Whatever it Takes“
Dezember 15, 2007, 19:15
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Bin endlich draufgekommen, welchen Klingelton Greg House in dieser Episode hat – zu hören, als ihn die CIA anruft: Es ist „What a Man“ von Linda Lyndell, wurde Anfag der Neunziger von Salt n’ Pepa gecovert/ gesampelt …

Habe übrigens alle in den USA bisher ausgestrahlten House-Folgen gesehen und die Spannung zwischen ihm und Cuddy steigt (klingt wie ein Kosename, nicht?). Auf der Homepage des Senders Fox gibt es übrigens ein Video, in dem die Cuddy-Darstellerin Lisa Edelstein darüber spricht, dass Cuddy ein Kind will … aberüber welche Folge spricht sie da? ARGH, das war ja schon in der zweiten Staffel, als sich Cuddy entschieden hat, ein Kind zu bekommen (aber sie hat ja noch keines!) – die der ORF so großzügig ausgelassen hat.

PS: Ich will jetzt seltsamerweise unbedingt ZipLocDoubleZipperFreezerBags kaufen ;-)



Shameless
Dezember 10, 2007, 19:51
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Meine James McAvoy-Hysterie nimmt bedenkliche Formen an. Nach „Atonement“, „Last King of Scotland“, „Starter for 10″ und – zu meinem Beschämen – „Children of Dune“ habe ich mir nun auch die britische Serie „Shameless“ angesehen, zumindest die erste Folge.

shamelesscast.jpg

Ist wirklich unglaublich lustig – und ich würde gerne mehr davon sehen, aber ich glaube nicht, dass ich das machen werde. Selbst wenn ich die restliche Serie im Internet irgendwo auftreibe. Der Grund: James McAvoy. Oder besser seine Frau, Anne-Marie Duff. Beide spielen klasse und ich finde besonders ihren Charakter gut, aber das ist einfach zu seltsam, ein Pärchen am Bildschirm zu sehen, die im realen Leben auch ein Paar sind. Das war mir schon bei „Mr and Mrs Smith“ unangenehm, umso mehr jetzt in „Shameless“. Ja, es gibt Sex-Szenen. Ziemlich heftige, sogar.

Da komme ich mir vor, als würde ich in fremde Schlafzimmer starren. Und das ist wirklich nicht mein Ding.

Schade eigentlich, denn wie gesagt, die Serie hätte mich echt gereizt. Blöd, wenn das reale Leben dem virtuellen oder fiktiven dazwischenfunkt. So wird es vermutlich nie wieder einen Angelina Jolie/Brad Pitt-Film geben, den ich mir ansehen werde, es sei denn, man verzichtet auf Sex-Szenen.

Den guten Rat, aufzuhören die Klatschspalten zu lesen, kann man sich sparen. Die lese ich nicht, solche Information kriege ich in der Redaktion mit. Oder über die Nachrichtenagenturen …



Dr House – „Mirror, Mirror“, „Whatever it takes“ und „Ugly“
November 19, 2007, 11:23
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Die vierte Staffel rückt voran und im Team des exzentrischen Arztes ist wieder einmal alles offen.

Foreman ist zurück und auch Cameron scheint ihrer Zeit bei House nachzutrauern, einzig Chase – typisch für den Charakter – lässt sich nicht in die Karten schauen. Er macht aber schon mal gemeinsame Sache mit seinem Ex-Chef, wenn es um Wetten geht.

„Mirror, Mirror“: Aufschlussreiche Folge, erfährt man nämlich durch einen Patienten, der unwillkürlich sein Gegenüber bis ins Detail kopiert, allerlei Neues über die Ärzte-Crew. Vor allem, da er sich – wenn mehrere Menschen in seiner Nähe sind – am Stärksten der Gruppe orientiert. Großartig war etwa die Schluss-Szene: Machtkampf zwischen Cuddy und House. House ist noch immer besessen davon, dass Cuddy schwanger wird/werden soll. Er hat ihre Anti-Baby-Pillen ausgetauscht… Die beiden sind meiner Meinung nach das großartigste Nicht-Paar im aktuellen Fernsehen.

„Whatever it takes“: House ist auf einer CIA-Mission, was schon mal für heitere Momente sorgt. Die Entlassung des Ärtze-Ohne-Grenzen-Typs ist eher schlecht gehandhabt: Passt irgendwie nicht so zu seinem Charakter, weil es verkrampft auf seinen Charakter hingeschrieben ist – naja, da waren’s nur noch sechs? Die scharfe CIA-Tante darf ein Zwischenspiel in den House’schen Hallen machen, auch ganz interessant, auch wenn Cuddy-Fans wie ich aufstöhnen mögen: „Nicht schon wieder eine andere Frau!“  House-typisch dürfte es aber nix werden. Beste Szene: House’s Handy klingelt (bester pubertärer Klingelton ever): Wer ruft an? „cut-throat bitch“ – Nein, nicht Cuddy, sondern die ehrgeizige Blonde aus seinem Team.

„Ugly“: Super Folge, House mit einem deformierten 16-Jährigen Patienten und von Hormonwallungen und sexuellem Notstand geplagt – sogar sein Urteilsvermögen ist dadurch getrübt. Zu allem Überfluss wird er noch von einem Kamerateam, das den 16-Jährigen begleitet, regelrecht verfolgt und anschließend TV-tauglich „geschnitten“. Herrliche Szene mit Cuddy und House.



Dr House – „Son of a Coma Guy“ und „Que Sera Sera“
Oktober 18, 2007, 20:34
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Fußball war gestern, heute gab es wieder mal House und ich hatte tatsächlich Zeit, die Serie zu schauen.

„Que Sera Sera“: Wie der fette Patient am Beginn wieder aufwacht, das war schon echt toll. Hat mich irgendwie an den Kinofilm „Sieben“ erinnert, als der Junkie, der „Faulheit“ verkörpert die Augen aufschlägt… gruselig. Wenn so richtig fette Menschen in amerikanischen Filmen und Serien vorkommen, frage ich mich ja immer, ob die im wirklichen Leben auch so dick sind, oder ob das per Maske „aufgetragen“ wird. Weil ich „fett“ schreibe und nicht übergewichtig oder sonst ein korrektes Wort – ich meine das nicht so böse, wie es klingt. Die sind eben nicht nur mollig oder dick sondern adipös – fett eben. Keira Knightley ist auch dürr und nicht schmal oder dünn.

Darlene Cates übrigens, die Mutter aus dem Film „Gilbert Grape“ mit Johnny Depp und Leonardo DiCaprio (großartige Darstellung) ist wirklich ziemlich dick. Aber Pruitt Taylor Vince, der den Patienten bei House spielt, ist im echten Leben halt ein bisserl dicker – kein Vergleich zum Charakter, den er darstellt.

Warum Chase plötzlich verschwunden war und warum das nicht aufgeklärt wurde, finde ich ja ein bisschen seltsam. Aber immerhin hat House ja gesagt, er solle „abwarten“. Würde zu gern wissen, warum er dicke Menschen nicht mag. Werden wir jemals mehr über Chase erfahren?

„Son of a Coma Guy“: Fand ich so mittel die Episode, vom eigentlichen Patienten, dem Sohn hat man nicht viel mitbekommen. Am Ende habe ich darauf gewartet, dass House wieder seinen Transplantations-Trick anwendet: Nimm einen schlechten toten Patienten und heile seine Organe posthum. Dass er beim Selbstmord hilft, wenn die Polizei eh gerade hinter ihm her ist, war schon krass. Ziemlich hart für US-Fernsehen, schade, dass man die Diskussionen disbezüglich nicht so mitkriegt.

Cuddy sah super aus in der Folge – wann läuft da endlich was? Ich glaub, da muss ich auf die allerletzte Staffel warten. In zehn Jahren oder so…

Ach ja: CSI (die ohne Zusatz) gesehen, die Dialoge sind zum Wegschmeißen, aber die Musik ist gut. Ich hab mal eine gesehen, weil ich zu müde war, um zwischen House und My Name is Earl zum Computer zu gehen und jetzt stecke ich drin, denn ich werde noch lange nicht wissen, wer der Puppenhaus/Modellbau-Mörder ist. Heute also „Nächster Akt“ (Post Mortem). Der Techniker, sag ich, war’s. Der hat heute so schön zu einem Lied getanzt: „Word Up“ von Willis (Cover des Cameo-Songs)

Die Tarantino-Folgen muss ich mir unbedingt mal ansehen!



Dr House – Sandkastenspiele
Oktober 4, 2007, 20:12
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Was für ein Tag – heute ist meine Kritik für „Ratatouille“ erschienen und ich bin gar nicht zufrieden damit. Der Einstieg wurde gekürzt! Aber ich habe den Tag würdig mit Dr. House abgeschlossen und mir die Folge angesehen, die der ORF so großzügig ausgelssen hat: Sandkastenspiele (Lines in the Sand). Auch heute zeigt der ORF übrigens Fußball und ja, ich weiß, es ist wichtig, aber es darf mich trotzdem anzipfen…

whasssup hat Recht – die Folge war „überproportional lustig“. Insebsondere dieses seltsame Machtspiel um den blutbefleckten Teppich. Bin neugierig, wie das weitergeht, die Aufarbeitung von House’s Nahtodeeserlebnissen. und natürlich diese Geschichte mit Cuddy. Der Schlussdialog der beiden war echt gut. An dieser Stelle möchte ich nochmal die letzten Folgen der ersten Staffel empfehlen. Die Verhandlung der Thematik „Was ist unsere Realität und was ist die äußere Realität“ ist wirklich großartig.

Aber ich habe ja schon „vorgeschaut“ und mir die erste Folge der vierten Staffel reingezogen. Ich will ja nichts verraten (ich bin aber gundsätzlich ein Fan der Wie-Spannung und nicht der Was-Spannung – das eigentlich Interessante ist ja auch bei House nicht, DASS er den Fall löst, sondern WIE undwas drumherum passiert und wie er damit umgeht). Aber Cuddy hat eine gute Analyse der drei Helferlein geliefert: Cameron hält House in den Grenzen der Ethik, Foreman ist sozusagen sein Gegenspieler und will ihn widerlegen und Chase ist (das ist wohl ganz deutlich) House’s Gefolgsmann.

Weiß jemand, mit welcher Spielkonsole House vor dieser Folge seine Zeit vertrieben hat? Den Song diese Woche fand ich ja nicht so beeindruckend - Ben Harper „Waiting on an Angel“, auch wenn ich Ben Harper grundsätzlich toll finde.

Hier eine eigene Empfehlung, die es noch in keine Serie geschafft hat: Trouble Over Tokyo – NoHanded III.



OC California – Die längste Nacht
September 29, 2007, 17:41
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Nach dem Erdbeben endlich einmal ein guter Radiohead-Song. So gelobe ich mir die letzte Staffel der Tennie-Serie.

Über OC California will ich mich hier nicht lange auslassen. Da wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Aber die Musikauswahl ist immer klasse. Wo andere Serien oft zu sehr auf Schnulzen setzen, nimmt OC vielleicht zu „datierte“ Musik – mit Ablaufdatum – aber durchwegs gute. Gerade im Rahmen dieser Serie und mit einem Charakter wie Seth Cohen wirkt das nicht aufgesetzt, sondern passt.

Nach dem Tod von Marissa (Mischa Barton ist ausgestiegen) schau ich die Serie ja mit viel weniger Hingabe an als zuvor. (heißt nicht, das ich nicht um ihre Schwächen weiß). Gerade heute hat mich die Musik wieder mal sehr überzeugt. Die Stimmung, die man mit einem Radiohead-Song erreicht, ist einzigartig düster und fragil… Für mich ja der optimale Soundtrack zu den Harry Potter-Büchern. Als ich „Goblet of Fire las“, habe ich dazu nur „Kid A“ gehört. Fantastisch.

Auch „Amnesiac“ finde ich gut, aber beide Alben haben ziemlich anstrengende Passagen.

Also, die heutigen Favoriten:

- Radiohead „Like Spinnig Plates“ – hat übrigens einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

- Bloc Party „Kreuzberg“ – weil es mein Lieblingsbezirk in Berlin ist, eine tolle Nummer und es sich auszahlt, Bloc Party aus dem hippen Alternative-Eck zu holen und sich Mode-unabhängig anzuhören. Das gilt übrigens auch für das hippe Berlin.

Im Rahmen von OC California war es trotzdem witzig, die Lyrics zu hören: „… Saturday night, in East Berlin, We took the U-Bahn to the east side gallery…“



Grey’s Anatomy: Verschwunden
September 25, 2007, 16:53
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Diese Folge macht besonders eines deutlich: Meredith Grey ist offenbar keine gute Schwimmerin.

Heute hatte ich wieder mal Frühdienst (man kann es nicht oft genug betonen: Um fünf Uhr morgens aufstehen und um sechs in der Arbeit sein zu müssen, ist furchtbar, furchtbar, furchtbar) und daher habe ich mir die Folge erst heute nachmittag auf Video angesehen.

War ja zu erwarten, dass sie Meredith’s Genesung noch ein bisschen hinausziehen und den Zuseher wieder mal mit einem Cliffhanger zurücklassen. Naja, da sollte sich der Sender nicht wundern, wenn die Episoden im Internet angesehen werden – so viel Spannung ist eben schwer auszuhalten. Obwohl ich diese bei Grey’s Anatomy noch ganz gut wegstecke. Im Gegensatz zu House: Die Folge(n), in der er angeschossen war, sind der totale Wahnsinn. Ich habe selten so eine intelligente „Parallel-Universum“-Folge gesehen. Außer „Normal Again“ – wohl eine der besten Buffy-Folgen überhaupt. Wie sowohl Buffy als auch House mit ihren veränderten Realitäten umgehen, ist beides: Faszinierend und Angst einflößend. Hier kann man sich wohl am ehesten vorstellen, wie es ist, mit einer psychischen Krankheit leben zu müssen. „Normal Again“ schafft es auch, was nur wenige schaffen: Sie lässt die Geschichte der Slayer in einem völlig anderen Licht erscheinen – und ist doch offen in der Interpretation, im Gegensatz zu den letzten Folgen von Roseanne etwa.

Im Falle der Meredith Grey müssen wir wohl noch länger warten, bis die Hauptfigur wieder von den Toten aufersteht. Kennt man jedoch beide oben genannten Serien, liegt mit Messlatte für „Grey’s Anatomy“ hoch.

Auch ein Ereignis: Zum ersten Mal ist mir McDreamy wirklich sympathisch, auch wenn ich ihn immer noch für überbewertet halte. Und ich beginne, die Beziehung zwischen Meredith und Cristina zu verstehen. Auch dieser Charakter nimmt für mich an Profil immer mehr zu. Die Story ist jedoch ein wenig dürftig: Wieso es Meredith nicht schafft, sich länger über Wasser zu halten und Hilfe zu rufen, liegt wohl in der Verantwortung der Drehbuch-Autoren, die mit allen Mitteln ein Drama zeigen wollten. Auch die Ehe-Storyline von George und Kelly, die Izzy in einem pathetischen Schlussmonolog zum Scheitern verurteilt, würde es vertragen, wenn weniger darüber gequatscht und mehr gezeigt würde, wieso sie nicht funktionieren kann. Hier gilt eben wie überall die Devise: „Show, not tell.“

Schönster Song der Episode: „A Bitter Song“ von Butterfly. Wird zu Beginn und am Ende der Episode gespielt – erinnert mich irgendwie an Regina Spector.