Dr. House – Heimgang

So, habe heute den Tag erfolgreich in der Redaktion verbracht, trotz Frühdienstes (um 5 Uhr aufstehen, um 6 Uhr arbeiten) und sogar meinen Artikel für die Uni-Beilage der Print-Ausgabe (fast) fertig geschrieben.

Am Abend habe ich mich daheim mit Dr. House belohnt. Kurioserweise ist ja der ORF von der ersten, von der er ungefähr Folge vier bis zwölf ausgelassen hat, gleich in die dritte Staffel gesprungen. Die Erste hab ich ganz gesehen und die Zweite fast (allerdings auf Englisch) und wider Erwarten stört mich dieser Sprung nicht so.

Denn die Entwicklung der Charakere ist nicht so deutlich, wie ich es mir erhofft hatte – das ist auch die Schwäche der Serie, wobei House selbst ja zumindest sehr 3D ist. Vermutlich dank Hugh Laurie. Ich dachte ja anfangs, House nimmt die jungen Ärzte mehr unter seine Fittiche und zieht sie gewissermaßen zu kleinen Genies heran, aber bis jetzt ist der Status eher „Meister und Gehülfe“. Mit einer Lieblingsschülerin. Aber – mit ein bisschen Sex – ist alles eigentlich Status Quo. Bin ja schon neugiereig, ob sie in der neuen vierten Staffel, die in den USA bald startet tatsächlich das ganze Team auswechseln oder nur – aufgrund des anhaltenden Erfolges – erweitern.

Mein Lieblingscharakter – neben Dr. House natürlich, das ist wie Harry Potter, da muss man die Hauptfigur eigentlich am meisten mögen oder sich am meisten für sie interessieren, nicht? Zumindest ist das bei mir so. – ist ja der liebe Dr. Chase. Als ich meiner Arbeitskollegin das erzählte, hat sie gerufen: „Nein! Dieser Widerling! Der ist so skrupellos.“ Ich weiß, ich will ihn ja auch nicht gleich heiraten. Ich mag nur seinen australischen Akzent im Original so gern. Und er ist schon ein Quotenschnuckel. Ich mag ja auch Dr. Cameron, nur geht sie mir manchmal auf die Nerven. Und nachdem der wichtigste Job der Gehülfen des genialen Dr. House eh rumstehen ist, treffe ich meine Wahl zu Recht. Er sieht „clueless“ einfach am süßesten von den dreien aus.

Schade natürlich, dass Hugh Laurie nicht mit seinem originalen britischen Akzent sprechen darf, sondern einen Amerikaner mimen muss. Dann wäre Dr. House noch besser.

Ach ja, die Musik ist auch gut. Mein letzter Serien-Tipp: „Desire“ von Ryan Adams. Ich such mal den Song, der heute am Ende gelaufen ist… Leon Russell „Stranger in a Strange Land“.

Übrigens: Im Original ist die Titelmusik ein Ausschnitt aus dem wundervollen „Teardrop“ von Massive Attack.

Dr. House

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12 Gedanken zu “Dr. House – Heimgang

  1. F. Oldörp

    habe das mit der nicht-weiterentwicklung der charaktere noch gar nicht so wahrgenommen. aber jetzt wo du es sagst. war wohl immer so geblendet von house bzw. vom genialen hugh laurie. das mit dem akzent ist auch wahr. ganz schrecklich sein ami-dialekt.

  2. missyarvis

    Es fällt eigentlich auch nur dann auf, wenn man – wie ich, an einem verregneten Wochenende – mehrere Folgen hintereinander sieht und durch die Sprachbarriere die ganze medizinische Debatte nicht hundertprozentig nachvollziehen kann. Obwohl ich mir da im Deutschen auch schwer tu…

  3. Bei uns lief die serie gerade eben erst, aber viele ndank, dass ich so schnell die Lieder hab fidnen dürfen 🙂 Die hab ich nämlich bei google eigentlich gesaucht 😉

    LG AveN

  4. btw. Ich sehe durchaus die weiterentwicklung der Charaktere, sie ist nur nicht offensichtlich, sondern ziemlich bedeckt gehalten, wie im wahren Leben auch, wo sie sogar noch langsamer von statten geht, bei einigen geht sie aber auch recht schnell voran. ic hweiß nicht wie man Cuddy schreibt, aber sie z.B. 😉

    Nochmal LG AveN

  5. missyarvis

    @Sanni:
    Also der Song: Es dürfte sich um „Into Dust“ von Mazzy Star handeln (Quelle: http://www.have-dog.com/house) – aber ich konnte ihn noch nicht runterladen un hören, also kann ich diese Info noch nicht bestätigen…

    @Aven:
    Ich beziehe diese Beobachtung, dass sich die Charaktere kaum weiterentwickeln, vor allem auf House’s Team – also Cameron, Chase und Foreman. Sowohl Cuddy als auch Wilson und House selbst machen eine viel deutlichere Entwicklung durch als diese drei.
    Sie sind in der ersten und dritten Staffel praktisch austauschbar, was ihre Kompetenz und ihr Privatleben betrifft.
    Zwischen Chase und Cameron gibt es dann ja einen Handlungsstrang, der vielversprechend scheint und Foreman will am Ende der dritten Staffel auch eine Veränderung (hab schon vorgeschaut).
    Was es bringt, wird erst die vierte Staffel zeigen. Falls die drei noch dabei sind.

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