Grey’s Anatomy: Verschwunden

Diese Folge macht besonders eines deutlich: Meredith Grey ist offenbar keine gute Schwimmerin.

Heute hatte ich wieder mal Frühdienst (man kann es nicht oft genug betonen: Um fünf Uhr morgens aufstehen und um sechs in der Arbeit sein zu müssen, ist furchtbar, furchtbar, furchtbar) und daher habe ich mir die Folge erst heute nachmittag auf Video angesehen.

War ja zu erwarten, dass sie Meredith’s Genesung noch ein bisschen hinausziehen und den Zuseher wieder mal mit einem Cliffhanger zurücklassen. Naja, da sollte sich der Sender nicht wundern, wenn die Episoden im Internet angesehen werden – so viel Spannung ist eben schwer auszuhalten. Obwohl ich diese bei Grey’s Anatomy noch ganz gut wegstecke. Im Gegensatz zu House: Die Folge(n), in der er angeschossen war, sind der totale Wahnsinn. Ich habe selten so eine intelligente „Parallel-Universum“-Folge gesehen. Außer „Normal Again“ – wohl eine der besten Buffy-Folgen überhaupt. Wie sowohl Buffy als auch House mit ihren veränderten Realitäten umgehen, ist beides: Faszinierend und Angst einflößend. Hier kann man sich wohl am ehesten vorstellen, wie es ist, mit einer psychischen Krankheit leben zu müssen. „Normal Again“ schafft es auch, was nur wenige schaffen: Sie lässt die Geschichte der Slayer in einem völlig anderen Licht erscheinen – und ist doch offen in der Interpretation, im Gegensatz zu den letzten Folgen von Roseanne etwa.

Im Falle der Meredith Grey müssen wir wohl noch länger warten, bis die Hauptfigur wieder von den Toten aufersteht. Kennt man jedoch beide oben genannten Serien, liegt mit Messlatte für „Grey’s Anatomy“ hoch.

Auch ein Ereignis: Zum ersten Mal ist mir McDreamy wirklich sympathisch, auch wenn ich ihn immer noch für überbewertet halte. Und ich beginne, die Beziehung zwischen Meredith und Cristina zu verstehen. Auch dieser Charakter nimmt für mich an Profil immer mehr zu. Die Story ist jedoch ein wenig dürftig: Wieso es Meredith nicht schafft, sich länger über Wasser zu halten und Hilfe zu rufen, liegt wohl in der Verantwortung der Drehbuch-Autoren, die mit allen Mitteln ein Drama zeigen wollten. Auch die Ehe-Storyline von George und Kelly, die Izzy in einem pathetischen Schlussmonolog zum Scheitern verurteilt, würde es vertragen, wenn weniger darüber gequatscht und mehr gezeigt würde, wieso sie nicht funktionieren kann. Hier gilt eben wie überall die Devise: „Show, not tell.“

Schönster Song der Episode: „A Bitter Song“ von Butterfly. Wird zu Beginn und am Ende der Episode gespielt – erinnert mich irgendwie an Regina Spector.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s