„The Americans“: Finale von Staffel zwei

Spoiler!

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Ich finde „The Americans“ immens gut (siehe auch voriger Blogeintrag), aber das Finale von Staffel zwei hat mich etwas enttäuscht. Es war also Jared, der Sohn der zwei KGB-Agenten und selbst angehender Spion, der seine Eltern Emmet und Leanne und seine Schwester Amelia ermordet hat. Im Affekt.

Gut, das war eine spannende und durchaus glaubwürdige Auflösung, erinnert mich irgendwie an Filme über Schulmassaker, in denen auch der nette, unauffällige Junge von nebenan plötzlich zum Psychopathen wird. Auch deutet Elizabeths hochsensible Verführung des Navy SEAL (oder ist er einfach nur bei der Armee? Der ihr die Unterlagen beschafft, den meine ich) zu Beginn der Staffel bereits auf diese Auflösung hin. Auch hier bricht ein junger Mann für eine ältere Frau Gesetze, natürlich mit weit weniger gravierenden Folgen. Der Name der Folge, „Echo“ findet auch hier seine Entsprechung.

Das „wie“ indes fand ich schwach. Der blutende Jared liegt am Boden und muss da gefühlt minutenlang einen erklärenden Monolog vor sich hinstammeln, während er sein Leben aushaucht. Mehr Seifenoper als Quality TV, vor allem, da ich finde, weniger hätte es auch getan. Wieso nicht ein „Tell Kate I love her, I’m sorry mum and dad and Amelia and i didn’t mean to hurt you … “ oder so? Den Rest kann man sich eh zusammendenken. Bzw. „Grandma“ hätte die Lücken füllen können. Erklärstücke wie dieses schwächen die Folge insgesamt. Ausserdem endete Larricks für mich noch immer etwas mysteriöser Rachefeldzug enttäuschend einfach.

Vor allem nach den zwei vorigen, aufs Finale hin aufbauenden und daher etwas schwächeren Folgen hätte man sich auf seine Zuseher mehr verlassen können und ihnen die Auflösung nicht am blutbefleckten Silbertablett servieren müssen.

Folglich kommt dieses „Paige soll rekrutiert“ werden mit einem Nachgeschmack daher.

So hat „The Americans“ im Finale von Staffel zwei also etwas geschwächelt, ich will es den Jennings verzeihen, die Drehbuchautoren haben sich wohl schon auf Staffel drei konzentriert. Und die Auflösung oder eher Nichtauflösung der Nina-Storyline war makellos. Wir wussten doch alle, dass Stan Beaman ein Cop ist und kein Spion.

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