„Game of Thrones“ Staffel sieben: Die Geschichte mit The Hound

Achtung, Spoiler für Staffel sieben, Folge eins.


Ich habe – wie ich am Blog drüben auf DiePresse.com vermerkt habe – nicht gleich gecheckt, woher der dunkle Ritter Sandor Clegane, genannt The Hound, in der Folge „Dragonstone“ der siebten Staffel „Game of Thrones“ das Haus und die verstorbenen Bewohner, einen Vater und seine Tochter gekannt hat. Aber ich bin schnell darauf aufmerksam gemacht worden: Er kam mit Arya in Staffel vier hier vorbei und hat sie bestohlen. Sie würden den Winter ohnehin nicht überleben, hat er gemeint. Der Bauer hatte ihm ehrlichen Lohn für ehrliche Arbeit angeboten. Der Hound wählte den Diebstahl. Wer so ehrlich ist in der Welt von „Game of Thrones“ wie der Bauer, der hat keine Überlebenschance, so der Subtext.

Die Begegnung als Youtube Video
Nun, da er Vater und Tochter tot sieht, hat der Hound doch ein schlechtes Gewissen. Er flucht und er schimpft weiterhin wie ein Rohrspatz, aber er hat sich durch eine Nahtod-Erfahrung doch verändert, scheint es. Der Hound hatte immer schon eine moralische Seite, wenn auch nicht sonderlich ausgeprägt. Das wissen wir schon seit Staffel eins, als er Sansa beschützt hat, ehe er ihr eine Lektion erteilt hat, die heute noch zu meinen liebsten gehört: „Look at me!“ sagt er in Staffel eins zu Sansa. „Stannis is a killer. The Lannisters are killers. Your father was a killer. Your brother is a killer. Your sons will be killers someday. The world is built by killers, so you better get used to looking at them.“
Wie passt also das nächtliche Grabschaufeln zu diesem düsteren Weltbild? 

Die Zeit mit Brother Ray – auch einer von den Guten, die einen sinnlos brutalen Tod starben – dürfte das Gewissen im Hound verstärkt haben. Darum zettelt er auch diese theologische Diskussion mit Beric Dondarrion und Thoros of Myr an, in der es ja nur um eine Frage geht: Wieso überleben nicht die Guten? Diese Frage stellt sich bei „Game of Thrones“ ingesamt – und sie wird sich auch in Staffel sieben stellen.

Hier kann man natürlich ein wenig spekulieren: ist die Diskussion in Folge eins ein Hinweis, wen wird es dann diese Staffel erwischen? Einen von den Guten offenbar (von den Bösen sind in Staffel sechs ja doch ein paar gestorben). Tyrion? Wieder Jon Snow? Daenerys? Der Hound selbst? 

Wie wird das weitere Schicksal von Gregor Clegane aussehen? Ich glaube, da kommt nix gutes. Viel wurde spekuliert über ein Duell zwischen den Clegane-Brüdern, aber ich hoffe, dass es nicht dazu kommt – es wäre zu vorhersehbar.

Die Brotherhood Without Banners dürfte nach der Vision vom Hound nach Nordosten an die Wall reisen. Das glaube ich zumindest. Und ich glaube, dass George R.R. Martin bzw. David Benioff und D.B. Weiss was Großes, Trauriges geplant haben für den Hound (wie in Staffel sechs für Hodor). Und was Heißes: Denn die große Schwäche des Hound ist seine Angst vor Feuer – und Feuer ist nicht nur der Kommunikationskanal des RotenGottes  R’hllor, sondern damit lassen sich auch die Zombies der White Walker, die Wights, bekämpfen. Das hat Jon Snowin Staffel eins vorgemacht, als er den Lord Commander vor einem Wight gerettet hat.

Jon Snow rettet den Lord Commander
Ich sehe Feuer und Eis für den Hound in der Zukunft, und kein Happy End.

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